Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Chlee

Chlee ist zu schwdt. Chlē m. ‘Klee, Wiesenklee’, mhd. klē, chlē stm. (flektiert klēwe-) (ID. 3, 607; MARZELL 4, 761 ff.; LAUBER / WAGNER / GYGAX 52014, 352–374, alle unter TRIFOLIUM) zu stellen. Das Simplex tritt mit einer Präposition auf, meistens im Chlee ‘im Klee’ (Raron und andere). Simplexformen wie im Chleewe ‘im Klee’ (Bellwald) u. ä. gehen zurück auf eine mhd. flektierte Form im Dativ klēwe. Mit einem Besitzer-Genitiv erscheint ts Pfiiferlisch Chlee ‘des kleinen Pfeifers Klee’ (Hohtenn). Daneben ist Chlee als Bestimmungswort zu finden. Grundwörter dazu sind Acher, Alpa, Bodu, Gaartu, Grund, Wang und Wase. Komplexere Formen sind Unner Klebodowäg ‘der Weg zum unteren Kleeboden’ (FLNK, Staldenried) oder ts Chlealpuresi ‘die Quelle der Kleealpe, die zum Roossen dient’ (Ferden).

VSNB, Bd. 1, Sp. 353

Vorkommen

chle

chlee

chleewe

kle

klee