Bei
Das Nomen Bei ‘Bein, Knochen’ tritt vor allem im Typ Beibrächi (n.) ‘Beinbreche’ auf. Das Wort ist zu schwdt. Bein n. ‘Knochen (allgem.); Bein’ und wdt. Bei, Bein (Lötschtal) ‘Bein, Knochen’ (ID. 4, 1293 ff.; GRICHTING 1998, 34) zu stellen. Beibrächi bezeichnet steile, mühsame Aufstiege und (Weg-)Stellen, mit der Vorstellung, dass dort vor Anstrengung oder Gefährlichkeit ein Bein gebrochen werde (LUNB 1, 1, 109 f.; cf. auch HL CHNEWW). Zweimal belegt ist Ripp-Bei (Mühlebach, Termen) ‘wörtlich: Rippenknochen’, ‘das Ripp-Bein, die Rippe (wohl von der Geländeform)’, das bei den piemontesischen Walsern (SDS 1, 163) noch belegt ist. In unseren Daten isoliert, aber sonst häufig ist das Beihuis (Kippel) ‘Beinhaus’ – ein Ort, wo die Gebeine der Verstorbenen aufbewahrt wurden, vgl. schwdt. Bei(n)hus ‘Totenkapelle auf dem Friedhof’ und wdt. Beihüs, Beihuis (Lötschtal), Beihiischi ‘Beinhaus’ (ID. 2, 1720; GRICHTING 1998, 34).
VSNB, Bd. 1, Sp. 180
Vorkommen
bei
bein
- Beinbrächi Unterbäch
- Beinbrächi Hohtenn
- Beinbrächischleif Gampel
pei
- Ripei Mühlebach
- Scheerippei Termen