Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Casa

Lasa ist nur 1490 in Varen als lasa dÿs chargiour belegt; der Beleg stammt laut PH. KALBERMATTER (p. c.) aus einer späteren Kopie, wohl des 18. Jahrhunderts. G. PANNATIER (p. c.) vermutet zwar, dass es sich um la tsâ ‘Alpweide von wenig Wert’ handelt, wobei der feminine Artikel la agglutiniert wurde (vgl. auch TAGMANN 1946, 57 mit der Aussprache saŋ für CAMPU ‘Feld’). Allerdings weist auch TAGMANN (1946, 56) darauf hin, dass das Part. Perf. glacée als la łášya ‘der / die / das Gefrorene’ (vgl. GPSR 8, 348) belegt ist. Ein entsprechender Beleg von 1490 jedoch ist unter Nr. 51237 (Salgesch) als Casa dys chargiour belegt; es handelt sich um ein Verlesen von lasa, das im gleichen Jahr in Varen belegt ist. Diese Meinung vertritt auch PH. KALBERMATTER (p. c.), der von einer Falsch-Schreibung ausgeht. Zu chargiour cf. HL CHARGIOURS.

VSNB, Bd. 3, Sp. 55

Vorkommen

lasa (Casa)