Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Aarbei

Aarbei ‘Ort, wo es mageres Heu gibt’ ist wohl zu frpr. Arbi ‘mageres Heu’ (GPSR 1, 569; BOSSARD / CHAVAN 2006, 239 s. v. Arbé, Arbey …‘Foin maigre’ mit dem Hinweis „essentiellement Valais“) zu stellen. Es kommt in in t Aarbei (Leukerbad) vor; auf der Karte und bei der FLNK als Tarbei, vermutlich mit angefügtem Artikel; auch R. GRICHTING (1993) schreibt Tarbey (Blatt 9, Nr. 54). In einem historischen Beleg heisst es d’Arbey (1749, Leukerbad), wobei unklar ist, ob hier eine frz. Präposition de oder der deutsche feminine Artikel gemeint ist. Der lange Vokal der ersten Silbe entspricht der Dehnung vor /r+Kons/. Der auslautende Diphthong /ei/ hat dazu geführt, es dem HL Arbarey zuzuweisen, doch gibt es sonst keinen Beleg mit dem Ausfall der Silbe -ar-.

VSNB, Bd. 1, Sp. 59

Vorkommen

aarbei