Bedele
di Bedele pl. ist in Agarn belegt; FLNK hat Bedelä. Historisch lässt sich ihm ein Beleg von 1472 Bedillion zuordnen, was einen romanischen Namen wahrscheinlich macht. Ob BATILLUM ‘Schaufel’ (FEW 1, 288) zu Grunde liegt, ist unklar; es handelt sich im vorliegenden Fall um ein recht flaches Gebiet in der Talebene, zu dem die von RN (2, 38) gegebenen Deutungen ‘Hügel’, ‘Bergspitze’ nicht passen. Laut Beschreibung wurde dieses Gebiet überschüttet und hiess früher ts Wüeggetsch (zu ID. 15, 1028 s. v. Wueggisch ‘Erdlawine, Schutt, Steingeschiebe von einem Wildbach’ und wdt. Wüöggisch, Wuäggisch (Lötschental), Wüöggätsch ‘Geröll (angeschwemmtes)’ (GRICHTING 1998, 241)). Wenn das stimmt, ist eine romanische Deutung nur beschränkt möglich; das auslautende -le ist allerdings sicher nicht walliserdeutsch; eine Deutung zu Bodem ‘Boden’ (ID. 4, 1020) ist darum unmöglich, was schon aus dem Plural deutlich wird.
VSNB, Bd. 1, Sp. 176
Vorkommen
bedele
- Bedele Agarn