Er
Er ist nur als Bestimmungswort belegt in t Êrblatte (Zwischbergen, zweimal; LT u. FLNK Erblatte). JORDAN (2006, 288) kennt den Namen als Eerblattä und fügt hinzu Obrä Eerblattuschtaaful und Undrä Eerblattuschtaaful, sowie auf S. 298 Eerblattunegg. Auf S. 288 fügt er hinzu, dass der gleiche Ort auf It. Pián Ggaséla (PIANO CASELA) benannt gewesen sei. LSI (1, 712 s. v. cas̍éla edificio sull’alpe ‘Alphütte’) kennt den Namen, der laut SK durchaus gerechtfertigt war, befanden sich zu dieser Zeit hier noch Hütten. Der deutsche Name scheint das HL Êr ‘Erz’ zu enthalten (ID. 1, 399), das laut ID. nicht identisch sei mit dem gleichbedeutenden Erz (vgl. HL ÄÄREZ). dafür sprechen die Namen sowohl bei JORDAN (mit /ee/) wie auch die Flurnamen von VSNB, die ein halblanges /ê/ zeigen, das mit dem Brandstetterschen Gesetz (Kürzung von altem Langvokale in dreisilbigen Wörtern) erklärt werden kann. Es ist aber nicht auschzuschliessen, dass hier ein HL ERB vorliegt; dafür spricht die Beschreibung des nächstliegenden Eerblatte (Nr. 13928), wo von „Alpstafel, Hütte, Stall“ die Rede ist (siehe oben). Die Blatten, die hier genannt werden, sind Felsstücke beim Stafel.
VSNB, Bd. 2, Sp. 72