Hauptlemma
Äänitz
Äänitz kommt nur in ts Äänitzloch (Betten) vor. Die Gwp. erklärt Äänitz als ‘Erz’ und deutet den Namen als ‘Höhle, wo Erz abgebaut wurde’. ID. (1, 496 s. v. Erz) kennt auch Ërez und Ëlez, hat aber keine Form mit /n/. Unter Enz II gibt ID. (1, 358) die Deutung ‘Erz, das frisch aus den Minen gekommen ist’, aber nur für das Fricktal. Alternativ, aber sehr unsicher, liesse sich ënent ‘auf der andern Seite’ (ID. 1, 267) als Grundlage der Konstruktion annehmen; Tilgung des /n/ und die Endung /s/ des Neutrums würden die Form als ts Äänets Loch erklären mit der Deutung ‘das Loch auf der andern Seite / der Jenseite’. Ein PN Äänit ist nicht ganz ausgeschlossen, hätte aber wohl ein {sch} im Genitiv.
VSNB, Bd. 1, Sp. 57
Vorkommen
äänitz
- Äänitzloch Betten