Fassig
Fassig ist viermal als t Wasserfassig ‘die Wasserfassung’ (Grengiols, Oberwald, Simplon, Zwischbergen) und in der mit /-ER/ abgeleiteten Form Fasser in Fasserwald ‘der Wald, wo man Wasser fasste’ (LT, Biel) und der Fasserwaud ‘der Wald, wo Wasser gefasst wurde’ (Ritzingen, LT Fasserwald, FLNK Fasserwaud mit /l/-Vokalisierung) belegt. Das HL ist zum schwdt. Fassig f. wie nhd. ‘Fassung’ hier Fassungsstelle des Wassers, Hauptfassung am Bach, /-IG/-Ableitung zum Verb schwdt. fassen (ID. 1, 1058 ff.) zu stellen. Es handelt sich um eine Angleichung des hdt. Wasserfassung an das Wdt. Fasser ist zwar im ID. (1, 1062) belegt, aber in anderer Bedeutung. GRICHTING (1998, 76) kennt nur das Verb fasse, fassä (Goms), fassu ‘einfüllen, fassen, begreifen’, wobei die letzte Deutung hier nicht einschlägig ist.
VSNB, Bd. 2, Sp. 129
Vorkommen
fasser
- Fasserwald Biel
- Fasserwaud Ritzingen
fassig
- Wasserfassig Zwischbergen
- Wasserfassig Grengiols
- Wasserfassig Simplon
- Wasserfassig Oberwald