Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Bässe

Bässe ist nur belegt als in di Bässe (Albinen). MATHIEU (2006, 13 u. 29) kennt es als Bässä. Der älteste Beleg von 1689 hat in die Bessen, eine verhochdeutschte Form. Es handelt sich um einen Plural, vermutlich eines romanischen Etymons. In Frage kommt substantiviertes bas ‘unter’, also ‘der untere Teil’ (GPSR 2, 265 s.), doch kennt das untere Wallis keine Belege mit /e/. Weiter ist bei BOSSARD / CHAVAN (2006, 161) Bessu ‘bifurqué, fourchu’ zu bési ‘fourchu, double’ (GPSR 2, 354) belegt; das ergibt hier ‘Weggabelung’, was zur Situation auf der Siegfriedkarte von 1886 passt; heute ist die Flur überbaut.

VSNB, Bd. 1, Sp. 171

Vorkommen

bässe