Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Verweise für Hauptlemma

China

Hauptlemma

Tschina

Tschina, auch Cina, ist als FaN für Salgesch gut belegt; TAGMANN (Ms., 133 f.) führt Tschina auf lat. CANALE ‘Kännel, Wasserrinne’ zurück; es bezeichnet in Salgesch einen Dorfteil (so auch MATHIER 2015, 83). Davon abgeleitet ist der FaN Cina (vgl. auch AWWB 50 s. v. DE CANALI).

Tschina ist als Dorfteilname für Salgesch belegt. Wohl auf den FaN geht ts Tschinawaldji ‘der kleine Wald der Familie Cina’ (Salgesch) zurück. MATHIER (2015, 83) kennt weitere Namen: Tschinabrunnu, Tschinaschleif, Tschinawäg.

Der Beleg jn summo de laz chinaz ‘zuoberst in der Cina (Dorfteil)’ (1494 u. später, Salgesch) bezieht sich auf den Dorfteil. In Varen ist 1589 y pra de lo cina ‘in der Wiese beim Wasserlauf’ und 1700 in pra Zina ‘in der Wiese beim Wasserlauf / der Familie Cina’ belegt. Vermutlich sind die beiden Belege auf die gleiche Flur bezogen; unklar ist, ob sie sich auf einen Wasserlauf oder den FaN Cina beziehen.

Unklar ist weiter im Zinet (1783, Albinen), das 1650 als eÿ Zinee und 1708 ey zinces vulgo Zen Kennjen belegt ist. Der Beleg von 1708 gibt die deutsche Form ‘bei den Känneln’, das auch im Zinet (mit einem Ableitungssuffix auf -ITTU(M) (BOSSARD/CHAVAN 2006, 287)) erscheint.

BOSSARD/CHAVAN (2006, 240) verweisen unter Cina auf frz. cène ‘Mahlzeit’. Diese Deutung trifft auf unsere Belege kaum zu.

VSNB, Bd. 4, Sp. 413

Vorkommen

china

cina

tschina

zinet