Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Daare

Daare ist lebend als di Daare (Salgesch, FLNK Daare; LT Dare) belegt. FLNK kennt weiter Daaruwald (Salgesch). MATHIER (2015, 35) nennt Daarä. Es handelt sich um eine Waldgebeit im Norden von Salgesch. Ein historischer Beleg von 1806 weist jn din Darro auf. MATHIER führt den Flurnamen nach HUBSCHMIED (1933, 265) auf *dagla ‘Fichte’ (cf. DELAMARRE (2003, 134), der ‘Fackel, Föhre’ angibt) zurück, das im Wdt. als dallia ‘Föhre’ erscheint (FEW 3, 7 s. v. dalea (germ.?) föhre; GPSR 5, 5 ss. s. v. dā̩lyə mit kritischen Anmerkungen zur Etymologie). Zwar kennt das Val d’Anniviers laut FEW darle, doch kann das die Form in Salgesch nicht erklären. Die Patois des Mittelwallis weisen eine Entwicklung von /lm/ zu /rm/ auf (cf. balma vs. barma), doch ist diese Entwicklung auf die Position vor Konsonant beschränkt. ID. (12, 1395 ff. s. v. Tǟl ‘Föhre, Kiefer’) weist keine Form Daare auf; die Anmerkung hierzu ist unsicher. Die Deutung von MATHIER ist deswegen kaum stichhaltig; eine bessere steht allerdings auch nicht zur Verfügung.

VSNB, Bd. 2, Sp. 2

Vorkommen

daare

daaru