Buna
Buna f. ist zweimal belegt als di Buna (Filet, auch FLNK) und der Bunewald (Filet). Laut Gwp. handelt es sich um einen Tannenwald unterhalb der Tunetschalp auf ca. 1300 m. Auffällig ist, dass der betonte Vokal kurz und geschlossen ist; normalerweise erwartet man bei geschlossenem Vokal eine Palatalisierung (vgl. RÜBEL 1950, 2; SDS 1, 106), bei Kürze einen offenen Vokal. Zwar kennt DU CANGE buna f. (1, 778c) als “modus agri certis limitibus … definitus” (1, 778c), doch deutet nichts darauf hin, dass sich hier ein Acker befunden hätte. ID. (4, 318) kennt zwar einen Eintrag für būnen ‘cacare’, woraus sich so etwas wie Düngwiese ableiten liesse, doch ist dieser Typ nur in der Ostschweiz belegt. KLUGE / SEEBOLD (252011, 161) kennen zwar Buhne f. ‘Uferschutzbau’, führen ihn aber auf das Niederdeutsche zurück. Letztlich bleiben die Namen ungedeutet; wie ID. (4, 1318 s. v. bǚnen) in einer Anmerkung sagt, erscheint Pünet als Flurname in Affoltern bei Zürich. Am ehesten dürfte also Buna ein gedüngter Ort sein, was aber unsicher ist.
VSNB, Bd. 1, Sp. 303