Truble
Truble pl., ein Plural mit frpr. Wurzel, bezeichnet zunächst eine Alpe (Leukerbad, Inden) (bei GRICHTING 2003, Blatt 6 als Trublä), historisch die Trúblen (1834, Varen), wozu die Namen Trubilstock (Varen, LT Trubelstock, FLNK Trubelstock / Trubilstock, SK Trubelnstock) (Gipfel auf 2999 m), Trubelbodu (Inden), Trubilbodu (Varen) und der Trublutritt ‘der Tritt (Durchgang) zur Alpe Truble’ (Leukerbad) zu stellen sind. Die älteren historischen Belege zeigen einen Typ *stroble, den TAGMANN (1946, 3 f.) auf lat. TURBULU ‘getrübt (vom Wasser)’ zurückführt, während HUBSCHMIED (1938, 88) an den Wildstrubel denkt und dt. Strubel ansetzt. Dagegen ist TAGMANNs Deutung mit einem agglutinierten Pluralartikel für die Formen mit anlautendem /s/ sinnvoller. TAGMANN nimmt an, dass der Bachname, der bei ihm tropla (Mollens) und žetroble (Miège) heisst, den Namen begründet. Deswegen sind auch Truble und Trubelstock daraus abzuleiten.
In den älteren Belegen ist der Bach auch für unser Gebiet bezeugt: torrens de Estroble (1486, Salgesch, Varen), (torrens) Destroble (1490, Salgesch), gollia de Stroples (1484, Salgesch), gollia de estrobles (1542, Inden, Varen). Der Alpname ist als les Strubles (1587, Varen) belegt. Vermutlich das Trubelhorn ist in ad Corne de Struples (1484, Varen) gemeint.
Die fpr. Belege weisen für unser Gebiet immer das anlautende /s/ an; die lebenden Belege kennen es jedoch nicht. Man darf deswegen davon ausgehen, dass TURBULU ‘trüb (vom Wasser)’ den Ausgangspunkt bildet.
VSNB, Bd. 4, Sp. 389
Vorkommen
estroble
- Estroble Salgesch
- Gollia Estroble Varen
- Torrens de Estroble Varen
- Torrente Estroble Salgesch
estrobles
- Estrobles Inden
stroples
- Gollia De Stroples Salgesch
strubles
- Strubles Varen
struples
- Corne de Struples Varen
trubel
- Trubelboden Inden
trubil
- Trubil Varen
- Trubilbodu Varen
- Trubilstock Varen
truble
trublu
- Trublutritt Leukerbad