Alche
Alche f. ist im Oberwallis nur in t Auga (Bellwald, /l/- Vokalisierung) belegt, wo historische Belege Algen (1824 u. später) aufweisen. Als Kompositum erscheint dr Alhurein ‘der Rain mit Alchen’ (Ferden). ID. (7, 844 s. v. Salchen) nennt als weitere Formen Alchen, Alha und nennt einerseits den sumpfigen Boden, anderseits die darauf wachsende Pflanze; im Walliserdeutschen sind Alcha (BELLWALD 1956) und Alchen (STEBLER 1928) belegt. BENB (1, 1, 14 ff.) nimmt die Wortformen Alch- / Alk- / Algg- hieher und verweist auf die genannte ID.-Stelle: sie bezeichnet „in BE und WS eine sumpfige Wiese u. ä. Gelände, bzw. die Pflanze, die auf solchem Boden häufig wächst“ (15) (cf. HL SALCHE).
In Bellwald ist t Auga eine ‘sumpfige Wiese’, heute in der Nähe einer Klein-Siedlung. dr Alhurein ist ‘der sumpfige Rain (Abhang)’ (Ferden).
VSNB, Bd. 1, Sp. 89