Fons
Fons erscheint einerseits als lat. FONTEM ‘Quelle’ und anderseits als frpr. fons ‘Quelle’. Die lat. Form ist belegt als ad Fontem (1333 u. später, Albinen), ad Fontem Molendini de Schudanne ‘beim Mühlenbach bei der warmen Quelle (Schudanne)’ (1821, Varen) [gemeint ist wohl ein Bach zu einer Mühle beim Ort, der Schudanne heisst], ad fontem Rodani ‘beim Wasser des Rotten’ (1698, Leuk). Die lat. Belege deuten darauf hin, dass hier ein Appellativ und kein Flurname vorliegt.
Anders bei den romanischen Belegen mit Fons (FEW 3, 695 s. v. fons quelle; GPSR 7, 667 s. v. Fonts). Belegt sind eys fonz (1353 u. später, Leukerbad; der Beleg von 1743 hat späteres im Fontanej zu lat. FONTANA, cf. HL FONTANA), eis fonz (1357 u. später, Oberems), heys fonz (1351, Salgesch) und mit einem Adjektiv ol bon fons ‘bei der guten Quelle’ (1338, Leukerbad).
VSNB, Bd. 2, Sp. 173
Vorkommen
fons
fontem
- Fontem Albinen
- Fontem Molendini de Schudanne Varen
- Fontem Rodani Leuk