Caldana
Caldana ‘die warme Quelle’ ist zweimal 1346 in Leuk als in Tercio Caldane ‘im Drittel des warmen Brunnens (wohl Gaaldinu cf. HL GAALDI)’ und aque de Caldana ‘des Wassers der warmen Quelle’ belegt; 1453 ist ad Caldanam decursum aque Caldane ‘bei der Gaaldinu und beim Lauf der warmen Quelle’ bezeugt. Das Alter der Belege legt nahe, dass hier Gaaldinu und Caldana zusammengehören. Ein weiteres Beispiel findet sich in Salgesch als apud Caldanam ‘bei der warmen Quelle’ (1414) mit Varianten von 1468 supra fontem Caldane ‘über der warmen Quelle’ und ad Coldanam ‘bei der warmen Quelle’. Hier handelt es sich wohl um das heutige Gebiet Tschüdangna (Salgesch, Varen) (cf. HL TSCHÜDANGNA).
Eine Zusammensetzung weist 1312 Agarn mit in Clauso de Caldana ‘im eingefriedeten Gut mit der warmen Quelle’ auf. Und noch einmal in Leuk ist 1331 Crosum Caldane ‘die Vertiefung (Schlucht) der warmen Quelle’ belegt; letzteres nimmt auf den Ortsteil Gaaldinu von Leuk Bezug.
VSNB, Bd. 1, Sp. 313