Büos
Büos ist lebend nur als di Büosini (Eischoll) und Büosinu (Unterems) belegt. In Eischoll ist historisch 1803 das Bussergessi belegt, also ‘die kleine Gasse zu den Büosini’. Diese Deutung wird unterstützt von der Lage des im Dokument erwähnten Ortes im Jnfang, das lebend als ts Ifangji am nördlichen Dorfrand von Eischoll erscheint. Vermutlich liegt den Flurnamen das schwdt. Buesem (ID. 4, 1755 f.) zu Grunde, das allerdings in unseren Quellen nicht belegt ist. BENB (1, 4, 761 ff. s. v. Bus(s)-/Bues(s)/ Büess) führt die meisten der Flurnamen auf ahd. PNN oder FaNN zurück, schliesst aber auch eine Herkunft aus den Nomina Buess ‘Busse’, Būss ‘Stoss’ und Buesem ‘Busen, Teil des Gewandes, zunächst des Hemdes, der die Brust, bes. die Herzgegend bedeckt’ nicht aus. Die wenigen Belege in unserem Gebiet deuten eher auf einen metaphorischen Gebrauch hin, im Sinne eines kleinen, rundlichen Ortes.
VSNB, Bd. 1, Sp. 305