Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Bänna

Die Belege zu Bänna, Benu und Bennen (historisch) gehören zu schwdt. Bënnen, wdt. Bänna, Bännä, Bännu f. eigentlich ‘aus Brettern zusammengesetzter, beweglicher, offener Kasten, auf einem Wagen (oder Schlitten) angebracht, um darin (festen) Dünger, Erde, Sand etc., auch Kartoffeln, Obst fortzuschaffen’, übertragen auf den mit einem solchen Kasten versehenen Wagen, ‘einrädriger Stosskarren’, ‘Futterraufe’, hier als FlN allerdings hauptsächlich ‘Brunnentrog’, nach RÜBEL (1950, 62) ‘nüchterne Stein- oder Zementbecken’, entlehnt aus lat. BENNA (ID. 4, 1289 ff.; GRICHTING 1998, 32). Ob der Gegensatz zwischen dem hölzernen Trog und der steinernen Bänna durchgängig ist, lässt sich auf Grund der Namen nicht entscheiden. Bänna tritt meist als Simplex, häufig mit der Präposition Zur auf; insgesamt sind sechs Gemeinden erwähnt. Vor Nasalkonsonant wird offenes /ä/ häufig zu /e/, entsprechend den phonologischen Prozessen der Dialekte. Neben dem Simplex ist auch aús der Bennen Wasserleiten ‘aus der Wasserleitung bei zur Bennen’ (Simplon) belegt.

VSNB, Bd. 1, Sp. 160

Vorkommen

bänna

bännu

bennen