Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

Datenbank (Webversion)
Hauptlemma

Beeli

Beeli f. ist nur belegt als di Beeli (Eisten). Beschrieben wird der Ort als “Schöner Weideboden der “Keitialpe””. Es scheint deswegen, als würde die Gwp. das HL zum ursprünglich lat. BELLUS ‘schön’ (FEW 1, 319 ff.) stellen und es als ‘die Schöne’ verstehen. Die feminine Ableitung auf /-I/ findet sich jedoch in FEW nicht. Von den Einträgen im ID. weist keiner die gleiche Form einer femininen /I/-Ableitung (SONDEREGGER 1958, 495 f.) auf. GRICHTING (1998, 33) kennt keinen Eintrag mit langem /e:/. Die hybride Form Beeli zu lat. BELLUS ‘schön’ für ‘die Schöne’ erscheint deswegen als die nächstliegende Deutung. Historische Belege liegen jedoch nicht vor.

VSNB, Bd. 1, Sp. 177

Vorkommen

beeli