Eggitsch
der Eggitsch ist in Bister und Grengiols belegt; es handelt sich um zwei verschiedene Fluren. Bister kennt alternativ auch Eggetsch (FLNK).Historische Belege fehlen. Das HL lässt sich entweder als Kompositum von Egg(a) und Gitsch m. ‘kleine rundliche Erhebung’ (cf. HL GITSCH) oder als eine /-ITSCH/-ETSCH/-Ableitung zu Egg(a) deuten. Grengiols kennt die Namen der Tufitsch ‘der Ort, wo Tuffstein abgebaut wurde’ (historisch 1527 Tufetz) und der Ääritzschgrabe ‘der Graben mit Erz’, doch genügt das nicht zur Postulierung einer eigenen Ableitung. Ein Genitiv wie in Lampitsch (Grengiols) liegt nicht vor. Das vorgeschlagene Kompositum wäre ein Kopulativkompositum (beide Teile sind etwa gleichbedeutend) ‘die Ecke, die eine kleine rundliche Erhebung ist’; das Genus stammt vom Grundwort Gitsch. Eine klare Deutung lässt sich nicht geben. S. AGTEN (p. c., nach K. AGTEN) möchte /-ITSCH/ als ‘beim Felsen’ verstehen, doch gibt es keinen Hinweis auf eine solche Deutung.
VSNB, Bd. 2, Sp. 47