Brigi
Das Lemma Brigi ist zu schwdt. Brügi, wdt. Brigi, Brigin (Lötschtal) f.,‘Knüppeldamm, -weg über sumpfige Stellen; Brücke über einen Graben, über einen tieferen Weg, als Einfahrt in eine Scheune; aus nebeneinander gelegten Rundhölzern bestehende, meist aber aus dicken Bohlen gezimmerte (erhöhte) Lagerstätte oder Standort des Viehs im Stalle; Holzgestell, Gerüst’ (ID. 5, 523 ff.; RÜBEL 1950, 45; GRICHTING 1998, 42) zu stellen. Seine Verwendung bezieht sich dabei nicht primär auf die Lagerstätte für das Vieh in den Ställen, sondern eher auf mit Holzknüppeln befestigte Wege oder Holzgerüste (cf. HL BRIGIL).
Belegt ist es als Simplex im Plural di Brigine ‘(mit Brettern?) befestigter Weg’ (Eggerberg).
Ein Diminutiv mit attributivem Adjektiv ist ts Spitz Brigilji ‘die spitze kleine ebene Fläche (wie eine Brigi)’ (Gampel).
In den übrigen Fällen erscheint das HL als Bestimmungswort zu den Grundwörtern Fat und Tschugge, oder komplexer als der Mittluscht, der Oberscht und der Unnerscht Brigifat ‘das mittlere, obere und untere Felsband mit einem Bretterboden’ (Eisten).
VSNB, Bd. 1, Sp. 282
Vorkommen
brigi
- Brigifet Stalden
- Brigifett Eisten
- Brigitschuggo Eggerberg
- Mittluscht Brigifat Eisten
- Oberscht Brigifat Eisten
- Unnerscht Brigifat Eisten
brigilji
- Spitz Brigilji Gampel
brigine
- Brigine Eggerberg