Fary
Fary ist in zwei Formen vertreten; einmal als in d Fary ‘die Fary (unsicher)’ (1737, Albinen) und drei Mal als in den Faͤrys Saͤuinen ‘die Sefinen (Juniperus sabina) beim Pferch / des Färy’ (1550, Hohtenn; 1550 u. später, Niedergesteln; 1550, Steg), die sich wahrscheinlich in Niedergesteln befanden. Im zweiten Fall handelt es sich um ein maskulines Nomen, das wohl zu schwdt. Pfärrich ‘Pferch’ und wdt. Färich, Färig (Saastal), Färrich (Schattenberge), Ferich (Leuker Berge) ‘Pferch, Gehege’ (ID. 5, 1174; GRICHTING 1998, 76) zu stellen ist (cf. HL FÄRICH). Nicht auszuschliessen ist allerdings auch ein PN Färy.
Im ersten Fall liegt ein feminines Fary in Albinen vor. Als romanisches Etymon ist es auch in Albinen nicht belegt. Eine Deutung ist aber auch sonst hier nicht möglich, da Fari im ID. (1, 902) nur als Maskulin oder Neutrum vorkommt und auch keine Deutung vorliegt, die passen würde. Ein dort erwähntes Ferig f. ‘Waarentransport’ wird auf STALDER zurückgeführt, der allerdings in seinem Werk (1812, 364) das Wort nicht als Feminin und nur für das Schaffhausische angibt. Ob Fary trotz Feminin auch zum Beleg Pfärrich m. zu stellen ist, bleibt unklar.
VSNB, Bd. 2, Sp. 127