Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Bleicka

Der Name ist auf schwdt. Bleiken f. ‘(schmälere, auch z. T. bewachsene) Geröll-, Schutthalde; grasige Stelle im Walde’, eig. ‘Stelle, wo infolge Abrutschung das nackte Erdreich oder Gestein ‘hervorblickt’’ (ID. 5, 58 f.; ZINSLI 1945, 313) oder Bleiki, Blāki f. ‘die Handlung des Bleichens, Ort, wo gebleicht wird, Bleiche; Waldlichtung, bes. von Wald rings umschlossenes Grundstück’ (ID. 5, 60 f.) zurückzuführen. Im Einzelnen ist die Motivation nicht immer erkennbar – es kann sich um baumlose Stellen in Waldgebieten oder graslose Stellen in Wiesengebieten handeln oder auch um Lichtungen in Wäldern. In den meisten Fällen steht das Simplex im Plural (di Bleicke), seltener im Singular (di Bleicka). ts Bleick n. ist als Kollektiv zu betrachten, vergleichbar ts Ta ‘das Tannengehölz’. Eventuell zum Typ Bleiche ist die Form Bleicki (z. B. Ausserbinn) zu stellen; es kann sich aber auch um eine Alternativbildung auf /-I/ handeln. Ein Diminutiv Plural auf /-ELTI/ (Drii Bleikeltini (Saas-Almagell)) ist nur einmal belegt. Ausser attributiven Fügungen wie t Unner Bleicka (Ausserberg) wird das Grundwort selten modifiziert; es erscheint aber als Bestimmungswort in kleinen Namennestern (z. B. Zwischbergen).

VSNB, Bd. 1, Sp. 239

Vorkommen

bleich

bleicha

bleick

bleickä

bleicka

bleicke

bleicken

bleicki

bleicku

bleickun

bleik

bleike

bleikeltini

bleikon

bleiku

pleicka

pleicke

pleicki