Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Fahr

Fahr ist zu schwdt. faren, fāre, ahd. faran, mhd. var(e)n ‘fahren’, ‘sich von einem Ort an einen andern begeben’, substantivierte Form Fart f., Pl. Fert(e), ‘Fahrt, Ladung, Zug, Reise’, mhd. vart ‘Fahrt, Zug, Reise, Lauf, Weg’ und wdt. fare, farä (Goms), farn (Lötschtal), faaru ‘fahren, laufen’ (ID. 1, 888 ff., ID. 1026 ff.; KLUGE / SEEBOLD 252011, 271; GRICHTING 1998, 74) zu stellen.

Belegt sind Fahrweg ‘der Fahr-Weg (Weg für Fuhrwerke und Fahrzeuge’ (1774, Binn), t Fargassa ‘die Gasse, auf der man das Vieh treibt’ (Fieschertal); beide Ausdrücke bezeichneten früher einen Viehtreibweg oder ‘Weg für Fuhrwerke oder Fahrzeuge überhaupt’ (ID. 15, 822; BENB 1, 1, 118). Der dritte Beleg di Züöfartstrass ‘die Zufahrtsstrasse (wohl zum Weiler Bitzine)’ (Visperterminen) ist neuer und meint die Strasse, die von der Hauptstrasse abzweigt und zum Weiler Bitzinen führt.

VSNB, Bd. 2, Sp. 108

Vorkommen

fahr

far

züofart