Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Verweise für Hauptlemma

Auf

Hauptlemma

Üüf

Üüf ‘auf, oben’ ist zu schwdt. uf und wdt. üf, uif (Lötschental), üüf ‘hinauf, herauf’ (ID. 1, 116; GRICHTING 1998, 205) zu stellen. Als Präposition wird auch uf ‘auf’ (GRICHTING 1998, 205) verwendet.

Als Präposition ist das HL wie folgt belegt: Uffem Hirrlin ‘auf dem kleinen Horn’ (Blatten), Ufem Dorf ‘auf dem Dorf (Wiesen oberhalb Wiler)’ (FLNK, Wiler), Ufem Wald ‘auf (oberhalb) dem Wald’ (FLNK, Wiler). In vielen Fällen wurden Präpositionen wie üf Ammere ‘auf Ammeren (bei den Sauerkirschen)’ (Blitzingen), üf der Egge ‘auf der Ecke’ (Geschinen), üf der Eie ‘auf der Aue’ (Münster), üfem Eschu ‘auf dem Esel (Hügel, der einem Esel gleicht)’ (Fieschertal), üf Lade ‘auf Laden (auf der beladenen Alp)’ (Ulrichen) und viele andere mehr nicht gesondert notiert. Sie sind aber in der Datenbank auffindbar.

Als Adverbiale wird das HL in Hinnerüf ‘hinten oben (Dorfteil von Raron am Hang)’ (Raron), bim Putz üff ‘oberhalb des Tümpels’ (Glis), ts (e)Rei Üf ‘den Rain (Abhang) hinauf’ (Raron, FLNK Rei) verwendet.

In Komposita erscheint das HL in der Üfbruch ‘das aufgebrochene Land’ (Eischoll), Üfbruch ‘das aufgebrochene Land’ (FLNK, St. Niklaus), der Üüfbruch ‘das aufgebrochene Land’ (FLNK, Ausserberg) und historisch als im Auffbruch (1712, Oberems; 1740 im Uffbruch), sowie im komplexeren in den Aúfbrúchacheren ‘in den Äckern im (neu) aufgebrochenen Land’(1803, Eischoll), weiter in t Üfforschtung ‘das Aufforstungsgebiet’ (St. Niklaus), dr Uifzuug ‘der Abhang’ und ufem Uifzug ‘auf dem Abhang’ (Ferden, FLNK Uifzug), wobei die Sichtweise “etwas von oben heraufziehen” gemeint ist. Mehrfach vertreten ist auch Uiflengun ‘auf dem langgezogenen Gebiet’ (Blatten) und t Üflängä ‘auf dem langgezogenen Gebiet’ (Gampel, mehrfach); in Blatten sind auch die komplexeren beÿ dem Vfflengenhaús ‘beim Haus auf dem langgezogenen Gebiet’ (1669, Blatten), t Uiflenguschiirä ‘die Scheuern im Gebiet Uiflengun (auf dem langgezogenen Gebiet)’ (Blatten) und dr Uiflenguwald ‘der Wald oberhalb der Uiflengun (auf dem langgezogenen Gebiet)’ belegt.

VSNB, Bd. 4, Sp. 461

Vorkommen

auf

auff

üf

uf

üf

ufem

uff

uffem

ufum

uif

üüf