Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Beigen

Beigen ‘in der Biegung’ ist nur 1616 in St. Niklaus als jm Beigen belegt. Gemeint ist ein Viertel einer Scheuer unter dem Haus des Hans Borter, das im Beigen liegt. Vermutlich ist der Diphthong auf ein entrundetes /öü/ zurückzuführen. ID. (4, 1078) kennt Baugg ‘Biegung, einoder ausgebogene Stelle’ zu einem Verb bäuggen ‘biegen’ (ID. 4, 1078; laut ID. Kausativ zu biegen); der Flurname wird schwach dekliniert, was aber auch am Hdt. liegen kann. Das HL ist sonst im Oberwallis nicht belegt. Eine Herleitung von Bîg, Bîge(n), (Beige(n)), Bîgi f. ‘Beige, Stoss, regelmässig aufgeschichteter Haufe von Gegenständen gleicher Art und Beschaffenheit’ (ID. (4, 1056 f.) kann auf Grund des unterschiedlichen Genus ausgeschlossen werden.

VSNB, Bd. 1, Sp. 180

Vorkommen

beigen