Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Bsetzi

Das Lemma Bsetzi ist eine Abstraktbildung zum Verbum b(e)setzen und lässt sich zu schwdt., wdt. Bsezzig, Bsazzig f. ‘Alpaufzug; eine Alp (mit Vieh); Bestossung einer Alp’ (ID. 7, 1559 f. und 1694 ff., bes. 1697 und 1710; GRICHTING 1998, 44) oder schwdt. Be-setzi f., B’setzni f. ‘(steinerne) Pflasterung (im Freien), Strassenpflaster, Pflasterung verschiedener Dinge und Orte’ (ID. 7, 1707 f.) stellen. Von den sieben Belegen sind vier als Bestimmungswörter im Zusammenhang mit der Alpauffahrt zu sehen: di Psetzbletschu ‘die Bletschu (Ebene), die bei der Alpauffahrt (Bsetzi) gebraucht wird’ (Steg, Oberems, Ergisch) und Bsetzfärich ‘der Pferch, der bei der Alpauffahrt (Bsetzi) gebraucht wird’ (Unterbäch). In drei Fällen ist wohl ein ebener (ev. gepflasteter) Platz gemeint, zweimal als Simplex uf der Bsetzi ‘auf dem ebenen gepflasterten Platz’ (Naters) und auf den Psetzen (1770, Selkingen), resp. auf der Psetzy ‘auf dem ebene gepflasterten Platz’ (1806, Selkingen) und einmal als Grundwort in t Merderbsetzi ‘der ebene (gepflasterte?) Mörderplatz (Motivation unklar)’ (St. Niklaus).

VSNB, Bd. 1, Sp. 297

Vorkommen

bsetz

psetz

psetzi

psetzy