Hauptlemma
Bossinen
Bossinen ist 1716 in Naters als die Bossÿnen ‘die unfruchtbaren Wiesen’ belegt; es handelt sich um den Drittel einer Wiese in Geimen. Am nächstliegenden ist eine Substantivierung im Plural zum Adjektiv bos ‘unfruchtbar’, das 1527 in das bosoͤrt ‘der böse Ort (Spitze, Ecke?)’ belegt ist und zu bos ‘(hier:) unfruchtbar’ (ID. 4, 1705 ff.) und Bȫsi als Bösene ‘steil abfallende Wildheuplätze’ (für Kt. Uri belegt) (ID. 4, 1727; als Beesi Bed. 2 ‘gefährliche Stelle im Hochgebirge’ in ASCHWANDEN / CLAUSS (1982, 65), erwähnt in ASCHWANDEN (1994, 7), zu stellen. GRICHTING (1998, 33) kennt beesch ‘böse’ und mehrere Ableitungen davon, aber keine ist einschlägig. Zu vergleichen sind auch die Einträge zum HL BEESCH.
VSNB, Bd. 1, Sp. 260
Vorkommen
bossinen
- Bossinen Naters