Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

Datenbank (Webversion)
Hauptlemma

Chäfig

Nur einmal ist Chäfig ‘Käfig, Gefängnis’ (Visp) im Kompositum Chäfiggässi n. ‘die kleine Gasse beim Gefängnis’ belegt (heute als Käfiggasse erhalten). Es ist zu schwdt. Chäfi, Chefi m., f. ‘Käfig, Vogelbauer, Hühnerstall; gitterartige Scheidewand auf einem Heustall; Gefängnis; verächtliche Bez. eines dunklen, engen Raums oder Hauses’ (ID. 3, 162 ff.) zu stellen, hier im Sinne von ‘Gefängnis’ (laut Gwp. „wurden hier die Übeltäter eingesperrt“.). Die lautliche Form Chäfig lässt auf schriftsprachlichen Einfluss schliessen; dialektal wird Chebja (GRICHTING 1998, 47) verwendet.

VSNB, Bd. 1, Sp. 321

Vorkommen

chäfig