Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Erhynen

Erhynen ist nur 1750 in Naters als in den Erhÿnen belegt. Laut Dokument handelt es sich um zwei Fischel Wiese im Natischerberg in Geimen, westlich des Baches Bruch (heute Bruchji). Die Form legt einen Dativ Plural nahe. Die Grundbedeutung ist unklar. Es lässt sich zwar zu Êr ‘Erz’, resp. êrin ‘erzen’ (ID. 1, 399) stellen, aber das sonst dafür geläufige Wort ist Äärez, Eerez (Saastal), Eeriz (Lötschental), Ääräz oder Ärz ‘Metall (Eisen, Bronze)’ (GRICHTING 1998, 16); auch ist keineswegs klar, ob es in der Nähe von Geimen Erzabbau gab. Näher liegend ist wohl eher eine Ableitung zu Ächer ‘Ähre’ (ID. 1, 69) mit der Variante Äri. Geimen liegt auf 1037 m. über Meer, einem Ort, wo durchaus noch Getreide angebaut werden konnte, darum die Deutung ‘die kleinen Ährenpflanzungen’. Auch wenn im lat. Dokument duo fiscillinata prati ‘zwei Fischel Wiese’ steht, kann das Land als Acker verwendet worden sein.

VSNB, Bd. 2, Sp. 77

Vorkommen

erhynen