Äich
Äich m. ‘Butter’ ist zu schwdt. Anken, Angge, Ache, Ahe, Auche, Auhe, Aiche, Auhin m. allgemein ‘Butter’, mhd. anke, ahd. ancho und wdt. Aiche, Äiche (Goms), Öücha u. Anka (Mattertal), Äichu (Saastal), Aichn (Lötschental), Aichu (ID. 1, 341 ff.; WERLEN 1977, 203 f., 247; STALDER 1994, 18; GRICHTING 1998, 24; zu den lautlichen Formen siehe RÜBEL 1950, 6) zu stellen. Das HL erscheint nur als Bestimmungswort. Neben dem isolierten dr Aichicheer ‘der Aichi-Cheer (Wegkehre mit Butter? Unklare Motivation)’ (Ferden) (laut Gwp. sei dort verschüttete Milch gefroren gewesen, wie reine Butter) sind die Typen t Aichballa ‘Fels, der einem Butterballen gleicht’ (Naters, Saas-Almagell, Saas-Grund), in Glis 1542 als die Anckballa bezeugt (alle zu ID. 4, 1149). Komplexer ist t Äichballurufina ‘das Rutschgebiet, das einem Butterballen gleicht’ (Ried-Brig). Vermutlich ist nirgends einer der im ID. erwähnten Pflanzennamen gemeint, z. B. CALTHA PALUSTRIS ‘Sumpfdotterblume’. Zweimal belegt ist weiter der Aichchibjigrabo ‘der Graben, der aussieht wie ein Butterfass’ (Naters), auch der Äichchibjigrabo ‘der Graben, der aussieht wie ein Butterfass’ (Visperterminen) zu schwdt. Ankechübel ‘Butterfass’ (ID. 3, 112 f.).
VSNB, Bd. 1, Sp. 82
Vorkommen
aich
äich
- Äichballurufina Ried-Brig
- Äichbalu Saas Grund
- Äichchibjigrabo Visperterminen
aich
- Aichchibjigrabo Naters
aichi
- Aichicheer Ferden
anck
- Anckballa Glis