Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Bastela

Bastela ist nur einmal als la Bastela iuxta Fontem (1320, Glis) belegt. Die klar französische Form mit dem Artikel la kommt im uns zugänglichen Dokument aus dem Kapitelarchiv mehrfach mit französischen Formen vor; so wird Gamsen als Chamson notiert. Auf dem vorhergehenden Blatt (KapA, Sitten, Min. A 12, S. 12) ist zu lesen in der Bastalon. Beide Stellen zusammen führen zur Annahme, dass das dt. Bachtela romanisiert wurde, was auch zur Kontextangabe iuxta fontem ‘beim Brunnen’ passt. Zu Bachtela vgl. die HLL BACH und TELA. Eine frz. oder frpr. Form Bastela ist nicht belegt. Der Ersatz von /ch/ durch /s/ entspricht einer allgemeinen Entwicklung in einer Sprache, die keinen velaren Reibelaut kennt.

VSNB, Bd. 1, Sp. 171

Vorkommen

bastela