Äntsch
Äntsch ist der Name einer (Vor-)Alpe im Nanztal, die sowohl in Glis, wie in Visperterminen belegt ist; es handelt sich jedoch um den gleichen Ort. Der älteste Beleg stammt von 1519 ob Entz (Visperterminen), etwas später 1530 an den Ens (Visperterminen) und 1540 an das Entsch (Visperterminen). Die einfachste Deutung bezieht sich auf einen ahd. PN Enzo (vgl. BENB 1, 1, 88 f.), vermutlich im Genitiv; alle andern dort und im LUNB 1, 1, 68 f. diskutierten Möglichkeiten scheinen hier kaum zuzutreffen. Auch die sonst belegte Adverbbildung äns, änz ‘sehr, viel, gross’ (GRICHTING 1998, 27) zu end-s (GRWB 3, 466) kann hier kaum in Betracht gezogen werden. Neben dem Simplex ist ein Diminutiv Äntschji (Glis) belegt. Mit einem Genitiv Plural Eicholtzero Ens ‘der Ens der Leute von Eichholz’ (1530, Visperterminen) ist ein Teil der Alpe gemeint. Neben dem Äntschgrabo (Glis, Visperterminen) und der Äntschheji ‘hoher Felsen beim Äntsch’ (Glis) ist 1859 auch die Enschschlŭcht ‘die Geländeeinbuchtung beim Äntsch’ (Glis) belegt. Weiter gibt es ts Ober Äntschi (Visperterminen) und der ússer Entsch Graben (1719, Glis).
VSNB, Bd. 1, Sp. 120
Vorkommen
äntsch
- Äntsch Visperterminen
- Äntschgrabo Visperterminen
- Äntschgrabo Glis
- Äntschheeji Glis
- Äntschschlüocht Glis
- Äussere Äntsch Grabo Glis
- Eiholzer Äntsch Visperterminen
äntschi
- Ober Äntschi Visperterminen
äntschji
- Äntschji Glis
entsch
- Entsch Eyholz