Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Ee

Ee ist nur als Bestimmungswort vertreten. Es ist zu schwdt. E- f. ‘Recht, Ordnung, Gesetz, das von jeher und für alle Zeit Bestehende und Festgesetzte, Gewohnheitsrecht’, nur in Zusammensetzungen, ahd. êwa, mhd. êwe, ê (GRAFF 1, 505 f.; ID. 1, 6) zu stellen. Belegt sind der Eewäg ‘der (rechtmässige) Weg auf die Alpe’, ‘der (rechtmässige) Weg nach Martisberg’ (Betten, zweimal, auch FLNK für Nr. 34), t Eewägtola ‘die Mulde am Weg, der rechtmässig befahren wurde’ (Fieschertal). Die drei Belege sind zu Ê(w)wëg ‘rechtmässig, mit rechtlich geregelter Benützung’ (ID. 14, 821) zu stellen. Weiter ist belegt auf den Efettstein ‘der Stein bei den Umzäunungen’ (1833, Grächen), das zu schwdt. Ê-fad ‘die von der Dorfverordnung gesetzlich vorgeschriebene Umzäunung zwischen den Zelgen der Dreifelderwirtschaft’ (ID. 1, 617 f.) gehört. Der fünfte Beleg ist Eefmatta (FLNK, Embd), das wohl Êwmatte ‘alte, ehhafte [d. h. gesetzliche, rechtmässige] Matte’ (ID. 4, 549) vertritt.

VSNB, Bd. 2, Sp. 43

Vorkommen

e

ee

eef