Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Dick

Dick Adj. ‘dick’ ist zu schwdt. Adj. dick wie nhd., ahd. dik, mhd. dic und wdt. dikk ‘dick’ (ID. 12, 1222 f.; GRICHTING 1998, 58) zu stellen. In FlN wird es zur Bezeichnung von dichtem Laubwerk und von Stellen, die ‘dicht, eng, gedrängt mit Bezug auf Wuchs, von Saaten bzw. Pflanzen’ sind (ID. 12, 1222 f. bes. ID. 12, 1235), verwendet.

Als attributives Adjektiv erscheint es in den folgenden Belegen: ts Dick Birchi ‘das dichte Birkengehölz’ (Obergesteln), der Dick Schlüüchu ‘der breiteste Schlauch’ (Steg), ts Dick Walgi ‘der kleine, dicke (= dichte) Wald’ (Saas-Fee), dye Dickun Ebyn ‘der dicke (= dichte) Abhang’ (1315 u. später, Visperterminen) und dvͥ Dika Oỳa ‘die dicke (dicht bewachsene) Aue’ (1303, Lalden).

Eine substantivische Ableitung, wohl mit Assimilation von anlautendem /GI-/ ist ts Dick ‘das Dickicht’ (Eggerberg). Mit anlautendem /GI-/ ist belegt: ts Gidick ‘das Dickicht’ (Täsch). ID. kennt diese Ableitung nicht, wohl aber das gleichbedeutende Dicket, Dicketen (ID. 12, 1268).

VSNB, Bd. 2, Sp. 11

Vorkommen

dick

dika

gidick