Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Chaalt

Das Adj. schwdt. chalt, wdt. chaalt, chaald ‘kalt’, weist in der Toponomastik auf kühle, schattige bzw. dem Wind ausgesetzte Geländestellen oder auf Wasserläufe oder Quellen mit kühlem Wasser (ID. 3, 239 ff.; GRICHTING 1998, 46; URNB 2, 383) hin. Es wird entweder attributiv verwendet (der Chaalt Brunnu ‘die kalte Quelle’ (Bratsch)) oder als Bestimmungswort in einem Kompositum (dr Chaltbrunn ‘die kalte Quelle’ (Blatten))’. Betroffen sind vor allem Wasser und Brunn / Brunnu; weitere Grundwörter sind Acher, Ägerta, Bäärg, Bach, Balma, Bodu, Cheer, Haalta, Hee (hooch, heej), Höu, Läicha, Loch, Putz, Schluocht, Söüm, Stadel, Tritt, Wang, Wier und Zuba. Ein Namennest betrifft t Chaaltu Wasser ‘die kalten Wasser’ (Ried-Brig) mit dem Kaltwassergletscher, der -hitta, dem -seewji und dem -tälli. Einen Sonderfall stellt jn der kalt smýdinmattun (1389 Ulrichen) dar, das wohl die Wiese des Kaltschmiedes (Kessel- oder Kupferschmied) bezeichnet (ID. 9, 861).

VSNB, Bd. 1, Sp. 318

Vorkommen

chaalt

chaalte

chaaltu

chaaltun

chalt

chalti

chaltu

kalt

kalten

kaltu