Älm
Älm ‘Ulme’ ist der schwdt. Baumname Ilm, Ilme, Elme, Olme, Ulm, Ulme f./m. nhd. ‘Ulme’, mhd. ēlme und ëlme f., gegenüber dem Nhd. entlehnt aus lat. ULMUS (ID. 1, 193). Belegt sind die Formen ts Älum n. und ts Älmi n., beide sind als ‘Gehölz mit Ulmen’ zu verstehen, die erste mit dem Genus Neutrum allein, die zweite mit dem Ableitungssuffix /-AHI/ > /-I/ (SONDEREGGER 1958, 466 ff.) für ein Standortkollektiv. In einigen Fällen scheint ein Diminutiv Älmi als Diminutiv zu Allmeind (ID. 1, 188) nicht ausgeschlossen.
Belegt sind: ts Älum ‘das Gehölz mit Ulmen’ (Ausserberg, Baltschieder; gemeint ist die gleiche Flur), am Elmen ‘am Gehölz mit Ulmen’ (1528, Ernen), ts Älmi ‘das Gehölz mit Ulmen’ (Oberwald), ts Äumi ‘das Gehölz mit Ulmen’ (Fiesch, mit l-Vokalisierung), jm Elmi ‘im Gehölz mit Ulmen’ (1715, Ried-Mörel; ebenfalls 1715 der Elmi ‘aus der Elmi-Wasserleitung’).
Mit einem attributiven Adjektiv findet sich im breiten Elmi ‘im breiten Gehölz mit Ulmen’ (1717, Obergesteln).
Als Bestimmungswort findet sich das HL in der Älmibode ‘der Boden beim Älmi (Gehölz mit Ulmen)’ (Oberwald; Gwp. leitet es aber von Allmeind ab!), der Älumgrabo ‘der Graben beim Gehölz mit Ulmen’ (Baltschieder) und t Äumiwasserleita ‘die Wasserleitung zum Äumi (Gehölz mit Ulmen)’ (Fiesch). Der SK-Beleg Elmsteg ‘der Steg (über den Baltschiederbach) beim Älum (Gehölz mit Ulmen)’ (Eggerberg) befindet sich nahe beim Älum (Ausserberg, Baltschieder).
Beim SK-Beleg Elmet (Mund) ‘das Gehölz mit Ulmen’ handelt es sich um ein verschriebenes Ebnet (so auch STEBLER 1913, 48), vgl. Äbnet ‘das ebene Land’ (Mund) (cf. HL ÄBNET).
VSNB, Bd. 1, Sp. 94